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Güttingen, dcn HZ. Febr. 178J.')
Mein lieber Bruder!
Steinen angenehmen Brief erhielt ich am Donnerstag, dcn 14.Februar, mit der Postmarke von Duderstadt, zum Zeichen, daßdie Sundflutb auch die Gerechten auf dem Eichsfelde heimsuchtund wenigstens die Reisen zu Fuße sperrt. Der Bote selbst istnoch nicht da. Auch unser Wohnplatz, der doch eigentlich keineWasserstadt ist , hat jetzt wenigstens sehr spiegelartige Environs,und obgleich noch keine Rehböcke bei den Atzelnestern gefundenworden sind, so soll doch Jemand, der einen Garten in dentranslcinanischcn Nepublikländcrn hat, eine Schmerle in derSchublade seines Schreibtisches im Häuschen gefangen haben.—Unser armes, armes Baterland! Ich kann die Namen,Bischofs heim, Rüsselsbeim u. s. w. ohne die tiefste Rührungnicht lesen. — Haben wir weniger verschuldet? Aber freilich,wir sind noch nicht durch. Es sieht jetzt nicht zum Besten mituns aus. Die Franzosen haben sich sage dieses nicht ganzebne Autorität) bei ihren Unternehmungen nur einen Gesichts-punkt, in weichem sie alle zusammenlausen, und dieses ist derSturz von England. Zu dieser Absicht schlagen sie eineBurg, von Republiken um dieses glückliche Land, nicht um eSmit freien Staaten, sondern mit sich Freidünkendcn, cigcnl-
') Das Original dieses Briefes ist von der Hand dcS Empfängersmit der Bemerkung versehen: „Meines guten Bruders letzter Brief," —Er ist, wie es scheint, überhaupt einer seiner letzten gewesen, da dieNotizen, welche der Verfasser über erhaltene und abgesandte Briefe zuführen gewohnt war, gerade mit dem ISlcn Februar schließen.
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