Druckschrift 
2 (1867)
Entstehung
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hen will, der komme zu uns. Sind wir unglücklich, so habenwir den Trost, es weniger verdient zu haben als irgend eineFamilie in der Welt. Um die Fortsetzung Deiner brüderlichenLiebe haben wir wohl nicht zu bitten, denn einen größcrn Trosthaben wir nicht und schwerlich Du ein Dir mehr ergebenesHerz als unser sür sich und Dich vereintes. Wir wollen aberdoch, beliebt's Gott, sorgen, daß die Heerde nicht größer wird.

Der Beifall, den Du dem Opcri st geschenkt hast, ist sürmich der größte Triumph. Wahrlich ich verlange keinen größernLohn, denn, die Wahrheit zu gestehen, ich habe Dich gefürch-tet und fürchte überhaupt ssalvis jurihus kraternis versteht sich)wenig Mensche» als Dich. Lebten wir beisammen, so wolltenwir aus dem Werke etwas machen, das schwerlich seines Glei-chen haben würde. Das Schreiben ist verdrießlich, allein wodas pro und contra mündlich Schlag auf Schlag gegeben undParin werden kann, da geht es ohne großen Gewinn nicht ab,und es entstehen Gedanken von großem Werth, die keiner Par-tei ganz gehören und die, isolirt, auch keine Partei gehabthaben würde.

Meiner lieben Frau herzlichsten Gruß an Dich. Lebe rechtwohl, mein lieber Bruder. Es wird Alles gut gehen.

Den Sterbetag unserer unvergeßlichen Mutter, den IltenJuni, habe ich wie einen Heiligentag begangen. Ich glaube,wenn ich fähig wäre, irgend in der Welt etwas Schlechteszu machiniren, so würde der Gedanke an folgende Unvergeßli-chen Alles in der Brut zerstören: an unsere Mutter, an meineFrau und Kinder und an Dich!

Adieu, Adieu.

st Lichtenbergs Erklärung der Hogarthischen Kupferstiche.