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seit Göthe's Wirksamkeit, begriffen. In unseren Kunst-werken soll Achtung und Liebe für tentsches Bolk und Land,tentschcr Sinn, tentsches Gemüth ausgesprochen werden.Allerdings gehören diese Werke zunächst den Gebildetenund Bildungsfähigen an; aber eine Erweiterung ihres Wir-kungskreises laßt sich hoffen; eine allgemeinere Fruchtbar-keit für Geist und Herz ist davon zu erwarten, wäre esauch nur eine mittelbare, sie greifet doch ein in das Leben.Diese Hofnung kömmt aus Liebe; sie beruhet auf Achtungfür das teutsche Volk.
Wir wollen nicht zugeben, daß das teutsche Volk ver-dächtig gemacht oder verachtet werde. Es ist von Grundaus fromm, sittlich, rechtlich; noch wohnet alte Treue inseiner Mitte; und es ist nicht seine Schuld, wenn da unddort die Tugenden der Väter seltener geworden sind. Eshasset Meuteret) und Meuckeley; es erhalte überall, wasihm gebühret; und es wird dankbar dafür scpn. OhneGlauben an Ertüchtigung des Volkes ist geistige Freyhcitein Unding; nur verstockte Aristokraten erlauben sich denHohn, auf die Vergangenheit zu verweisen, um darzuthun,daß geistige Freyheit ohne jenen Glauben, d. h. ohneSeele und Leben, vorhanden gewesen fey. Aber noch vielweniger ist zu dulden, daß das Volk als dumme schlechteMasse geschildert und zur Dienstbarkeit verurtheilt werde.Für das Menschengeschlecht gilt keine Rangordnung, wiefür Steine, Pflanzen, Thiere; kein Spiel mit oft ver-meinten Naturgesetzen; oder soll das Leben der Naturgerettet worden seyn, um das edelste Leben der mensch-lichen Bestimmung in ihren eigenthümlichstcn Rechten undAnsprüchen zu morden? Der Mensch, auf dem Throneund im Pallaste, in der Hütte und in der Werkstatt, istbestimmt zum Besserwerden und schreitet fort.