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2 (1819)
Entstehung
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Hunderten offenbart; von ihnen ist alle Nationalerziehnnzim Großen ausgegangen; durch sie ist der Sinn für dasBessere, Höhere geweckt, genährt, verbreitet worden, bisdaß er alle Verhältnisse des gesellschaftlichen Lebens frucht-bar durchdrungen hat. Das ist im Anfange des thaten-reichcn sechszehnten Jahrhunderts, dann durch Thom a-sius, Wolf u. a. bewahrheitet worden; daß auch dieFörderung der vaterländischen Kunst ihr Werk ist, lehrenOpitz, sein Freunde und eifrigste Verehrer; die folgen-reichsten Veränderungen der teutschen Dichtkunst sind studi-renden Jünglingen in Leipzig, Halle, Göttingen, seit derzweytcn Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts, zu verdan-ken. Und wenn wir, hoffentlich ohne zu erröthen, in diePrüfungszeit zurückblicken, welche das deutsche Volk achtschwere Jahre unter dem Joche fremder Machtwillkührschmachten ließ, wer will leugnen, daß in den Hörsälen derHochschulen tcutsche Gesinnung, Liebe zur vaterländischenSelbstständigkeit, Glaube, Hofnung, Tapferkeit erhaltenund bis zur edelsten Begeisterung gesteigert worden sind?Wir haben sie ausziehen sehen, die Blüthe unserer männ-lichen Jugend, ausziehen zum blutigen Kampfe für deutscheEhre und Frcyheit; viele sind gefallen, ruhmwürdige Opferfür eine heilige Sache; viele sind, geschmückt mit Sieges-kränzen, zurückgekehrt in die Weihestättcn der Wissenschaftund Kunst; und da sollen sie doch wohl keine andere Sprachevernehmen, als die, welche in trüben Tagen der Gefahrund Knechtschaft ihr Gemüth erleuchtet, welche ihr Gekühlfür Vaterlaudspflicht und Vürgerberuf belebt, welche ih-ren Muth begeistert, welche den Entschluß zur Reife gebrachthat, lieber zu sterben, als welscher Schergen Knecht zu seyn?Es soll doch wohl nicht Lügen gestraft werden, das Wort,was die deutsche Treue gegen Vaterland und König aus-