Z0V
digkeit und Kraft; gemächlich und sicher bildet sich und er-starket die Empfänglichkeit und Liebe für das Edlere; Kalt-sinn und Anfeindung richten nichts dagegen ans.
Singen nicht unsere Knaben und Jünglinge, Männerund Greise mit frommem Gefühl und freudiger Begeiste-rung die Lieder Luther's, P. Gerhard's, Claudius,Voß, G öthe's, TheodorKörner's, E-M. Arnd t' s?Wirken nicht unsere edelste Schriftsteller, geistliche und welt-liche, darauf hin, daß teutsche Frömmigkeit und Treue wie-der bey uns einkehre und teutsche Sitte und Kraft, nicht inWorten, sondern in Gesinnung und Leben unter uns walten ?
Eine Nationallitteratur, die mit Recht darauf stolzseyn kann, durch treueste Kunstnachbildung das Eigenthumhoher Werke des elastischen Alterthums erworben zuhaben,wie der unsrigen durch Voß, F. A. Wolf, C. L. v. K n c-bel, Fr. Schleier mach er u. a> zu Theil geworden ist;die sich eines fast unermeßlichen Reichthums alterthüm-licher und neuer, heimathlichcr Kunstschätze erfreut; dievon dem jugendlichen Kraftgeiste der Vaterlandsliebe undGottesfurcht, teurscher Tugend und Freyheit beseelt undfortgebildet wird; eine solche Nationallitteratur verheisseteine herrliche Erndte; und sie wird unseren Kindern undEnkeln werden.