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Gegenden unseres Vaterlandes, nach allen Richtungen desLebens und der Wissenschaft hin gewirkt wird von JacobFries, G. W. F. Hegel, Fr. Schleiermachcr, C.I. Windischmann, I. Görres u. a.
In den Anfang dieses philosophirenden Zeitaltersfällt die Bildung und fortschreitende Wirksamkeit einesgefühlvollen, geistreichen Dichters, dessen Andenken demteutschen Herzen theuer ist. Friedrich Schiller lgeb.zu Marbach im Würtembcrgischcn d. 10 Nov. 17Z9; st. inWeimar d. 9 May iLoZjf wurde in seinem Innersten ergrif-fen von den gewaltigen Erschütterungen und Bestrebungendes Zeitalters, arbeitete von dem Augenblicke an, alskindliche Erfahrunglosigkeit entwichen war, die Wirklichkeitenthüllt vor ihm lag, und im Widerspruche mit dieser ersich eines höheren Berufes bewußt wurde, als Mensch undKünstler unablässig an seiner Sclbstvcrcdclung und rangnach dem Idealen, ohne je zufrieden gestellt zu werden.Seyn wollte er, nicht haben; mit edelster Leidenschaftlich-keit sehnte er sich nach dem, was keine menschliche Weisheitoffenbaren, kein forschender Scharfsinn ergründen kann;die Auflösung des großen Räthscls über menschliche Bestim-mung , was jezt in seiner ganzen Bedeutung und^ Schweredem, zu männlicher Reife aufstrebenden Geiste vorlag,suchte er bald in den reichen Erfahrungen der Vergangen-heit, bald in den Ahndungen einer entfernten, verschlosse-nen Zukunft. Es war ihm heiliger Ernst, die Foderungendes Gemüthes mit den Widersprüchen der Wirklichkeit aus-zusöhnen, den Kampf der Vernunft und des Gefühls, desWissens und des Glaubens bis zum endlichen Abschlüsseeines redlichen Friedens beharrlich zu bestehen. Die köst-lichsten und gehaltreichsten seiner Werke sind lebendiger Aus-druck dieses Steedens und Ringens, redende Gemälde eines