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2 (1819)
Entstehung
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drohet'; sie muß um so sorgfältiger verhütet werden, daein angestrengter, nicht immer von glücklichem Erfolgebegleiteter Kampf erfodert wird, um das ungerufcn zudring-liche höllische Gaukelspiel unreiner Vorstellungen und Bil-der zurückzuweisen und seinem wo nicht verwüstenden, dochheillos störenden Einflüsse aufgcistiges Leben und Gemüths-ruhe Einhalt zu thun. Laßt sich Bücherpolizey auf irgendeine Weise wünschen und verthcidigen, so könnte sie nurin dieser Hinsicht statthaft befunden werden, um zu verhü-ten, daß öffentliche Leihbüchereyen nicht in sittliche Gift-budcn ausarten. Da aber jede sittliche Bevormundungmancherley Unziemlichkeiten und misbräuchliche Uebertrci-hungen mit sich zu führen pfleget, so lieget uns ob, sie durchuns selbst entbehrlich werden zu lassen. Jedem sey die Un»beflecktheit seines Inneren heilig ; nähert sich ein Verführer,so stoße er ihn mit frommem Abscheu von sich und lassees nicht auf den immer gefährlichen Versuch ankommen,einen Kampf mit ihm zu bestehen. Die Wachsamkeit gewis-senhafter Eltern und Erzieher wird die Unschuld der Jugend-Welt gegen solche Gefahren zu schützen wissen. Immerstärker wird und soll unter uns werden der sittlich männlicheGemeingeist, welcher sich jedweder Schlechtigkeit im Lebenund in Büchern entschlossen entgegen stellt. Dieser bessereGeist gewinnet unter uns neues Leben, zu großem Ver-drussc derer, welche ihr Daseyn verschmausen, vcrtanzen,verschwatzen, von einem Tage zum andern mit geschäftigemMüßiggange oder mit altkluger Gleichgültigkeit vertrödelnwollen; dieser bessere Geist wird nicht zulassen, daß dasgesellschaftliche Verkehr durch abwitzige Affenspiele undUcberspannungcn, wenn auch nur auf kurze Zeit, verunstal-tet werde, wie einst mit schlecht tragirten Grandisonen,Werthern, Siegwarten geschah. Dagegen darf auch nicht