Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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stehet in dieser Hinsicht das seelenvolle, ungemein reich-haltige und anziehende Gemälde der Weltgeschichte ( »L.o.3B.), ein des Verewigten würdiges Vcrmächrniß an diedankbare, für geschichtliches Sclbstdcnkcn reifende Nach-welt, die Frucht bewundcrnswerthcr Belescnheit und glück-licher Verbindungsgabe, ein wahrer Schatz cigenthümlicherAnsichten und sittlich freyer Betrachtungen; Auffassung undAnordnung des Stoffes, so wie Darstellung und Ausdruckhaben Helligkeit und Lebendigkeit; äusserst selten läßt diesezu einem schönen Ganzen gestaltete Arbeit ahnden, daß ihrUrheber bey nochmaliger Durchsicht in einzelnen Stellenbessernd nachgeholfen haben würde. Aber was den hochver-dienten Geschichtschreibcr zu einem Mustcrbilde der teut-schen Prosa eignet, ist in dem zu suchen, was er imrednerischen Lehrtoue geleistet hat. Das bezeugen mehremeisterhafte Vorreden zur Schweizcrgeschichte, die „Dar-stellung des Fürstenbundcs" , die Demostheni-schen Flugschriften über den teursch - französischen Kampf(179S fll.) und die Friedrichs des Großen Leben undWirken betreffenden Aufsätze. In ihnen spiegelt sich viel um-fassende wissenschaftliche politische Bildung ab und die un-bestechlichste Liebe für Wahrheit und Gerechtigkeit. DerBlick ist kühn frey, die Untersuchung oder Erörterung sicherund reich an ergreifenden Gedanken, das Urtheil be-stimmt; die Sprache hat eine hinreisscndc Gewalt, mehrdurch das tüchtige Geistesleben, welches sie andeutet, alsdurch Kunstgcstaltung. Alles ist aus den Bedürfnissen undBestrebungen der Zeit tief aufgefaßt; ihre eindringlicheStimmen werden vernommen und der sie vernehmbar wer-den laßt, so sehr er da gerade als ganz er selbst erscheint,wird über sie vergessen. Wo Strafwortc erschallen, strö-met sich die Feuerkraft religiös-poetischer Begeisterung