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gewonnen hat, lieget zu manniglicher Anschauung undBelehrung urkundlich vor.
Wir wenden uns zur Darstellung dessen, was dietcutsche Litteratur den Begründern des Hainbundes ver-danket. Johann Martin Miller sgeb. »7^0; st. d.21 Jul. »8i4i, zulezt Dechant in seiner Vaterstadt Ulm,allgemein geachtet wegen seiner herzlich faßlichen Kanzel-vorträge und als warmer Beförderer des sittlich Gemein-nützigen in seiner bürgerlichen Umgebung, zeichnete sichdurch cigcnthümliche Weichheit und unschuldige Natürlich-keit des tiefsten Gefühles aus. Seine lyrische uns elegi-sche „Gedichte" (>78?) haben in traulich frommer Einfach-heit und naiver Wahrheit der Empfindung, so wie in all-gemein ansprechender Helligkeit der Darstellung und inwohllautender Leichtigkeit der Sprache große Familienähn-lichkeit mit den El a ud iu s'scheu; mehre halten sich imStyle der altschwäbischcn Minnelieder, welchcMil lcr dmGöttingischen Freunden bisweilen aus seiner heimathlichenLandessprache erklärte; in vielen ist der wahrhafte Volks-ton getroffen und manche z. B. „das ganze Dorf versam-melt sich" sind zum Range wirklicher Volkslieder erhobenworden. Seine Romane, „Beyträge zur Geschichte der Zärt-lichkeit" (1776), „Sicgwart eine Klostergeschichte" (1776;>777), ber „Briefwechsel dreycr akademischer Freunde"(»776) und „Earl von Burgheim, (>778); traten in dem kur-zen Zeiträume von zwey Jahren rasch nach einander hervor;sie werden gewöhnlich nach ihrem misbräuchlichen und biszur Lächerlichkeit unerfreulichen Erfolge, als jugendliche Ver-irrungen gewürdigt, wenn nicht gar verhöhnt oder mitleidigder Vergessenheit übergeben; was der edle Mensch, demDrange seines reinen, frommen Herzens folgend, damit beab-sichtigte, kann nichtzwcifclhaft scheinen. Sic sollten ein Ge-