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Denkmälern reiner Menschlichkeit, christlicher Gottergeben-hcit und vielseitiger Wirksamkeit, in den „nachgelassenenSchriften" (Z. Woi fll. ä L.) gesammelt worden. Dievon G. Geßner verfaßte „Lebensbeschreibung Lava-ter's" (Z. iljoa sil. 3 B.) und H. Meisters „biogra-phische Skizze^ (Z. >802) sind geeignet, manchen Gegnermit dem Verklärten auszusöhnen. Die ruhige Betrach-tung des Mannes, wie er war und rücksichtlos sich gabund darstellte, wird den oft erneuten Vorwurf, daß ervon Eitelkeit überwältigt und irre geleitet worden sep,wo nicht entkräften, doch gewiß bis zur Unschädlichkeit fürseinen Nachruhm bey unbefangenen Biedermännern mil-dern, Auch der Edelste ist gegen Macht der Eitelkeit nichtgeschützt; sie kann neben Herrlichem und selbst Heiligembestehen. Ihm ist sie von allen Seiten, selbst durch seineFeinde, aufgenöthigt worden. Wurde er in Jahren desGlanzes von ihr beschlichen, so ist er doch nie ihr Knecht ge-wesen; und in den Zeiten der Roth und Gefahr hat er sieleicht und ganz überwunden. Sein Geist ist frey vonirdischen Banden, ein Eigenthnm des Höchsten, eingegan-gen in die Gefilde der ewigen Liebe und Freyheit.
Wie Lavater, vom Gefühle des ewig und allgemeinHeiligen begeistert, als Sprecher für das Göttliche, Unbe-greifliche, was Allen nahe und Jedem unveräusserbar seynsoll, so wirkten auf einer anderen Seite dem von Wie-land gepflegten und gehegten Zeitgeiste diejenigen ent-gegen , welche nicht wie er das aristokratische Princip oderMonopol in Litteratur und Kunst gelten lassen konnten,sondern dem Volke geben wollten, was des Volkes ist,indem der Alle freundlich berührenden Kunst und der All-macht des Wortes ein würdigeres Ziel zu bestimmen sey,
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