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Hältnissen hervorgegangene Schriften, von denen hier nurdie bekannteren, die „Sokratischen Denkwürdigkeiten für dieLangweile des Publikums" (>769), die,,Wolken" (176a),die „Kreuzzüge des Philologen// (1762) und „Golgathaund Scheblimini, von einem Prediger in der Wüste" (>784;,8r8) angeführt werden können, sind übersättigt mit neuenund tiefen Gedanken, mit symbolischem Witze und mitvcr-steckten Anspielungen; der Ausdruck ist biblisch und bilder-reich, der Ton humoristisch, oft wie aus weiter Entfernungkaum vernehmbar, oft wie aus verschlossener Tiefe dumpfund rathselhaft; das Edle der Grundansicht und deren reicheErgiebigkeit an Wahrheiten, Hofnungen und Warnungen,für deren Bezeichnung der Natur ein Bild, der Spracheein Wort abgewonnen werden soll, ist nirgends zu verken-nen; oft schwindet in einem Kernfatze alles Dunkel undeine Fülle einfacher, herrlicher Herzcuswcishcit thut sichauf. Daher werden viel? gute und sinnige Menschen vonden Aussprüchen und Winken des Sehers auf das wunder-samste angezogen und es ist dringend zu wünschen und zubitten, daß die Hamannschen Schriften, Neccnsioncnin den Königsbergcr Anzeigen und Briefe, mit Erlauterun-gen und Deutungen aus der Zeitgeschichte und aus per-sönlichen Verhaltnissen entnommen, gesammelt werden mö-gen. Wenn sich doch G0the, Jacobi und Nicoloviuszur Erfüllung dieses schon öfter ausgesprochenen Wunschesvereinigen wollten; sie sind im Besitze der Mittel, durchderen Benutzung die Sehnsucht eines sehr achtbaren Thcilsder teutschcn Lcsewclt befriedigt werden kann.
Unter den wenigen Zeitgenossen, welche HamannsTiefe ahndeten und, wenn sie ihn auch nicht ganz verstanden,doch sein Streben nach Verdienst zu würdigen wußten, wareiner der ersten Johann Gottfried Herder aus