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entlassen mit einem Jabrgehalte die lezten Und
reinsten Freuden einsaugend in der Nähe liebevoller Men-schen, die sein Gemüth verstanden, zu Düsseldorfund Mün-ster, wo seine Asche ruhet im Garten der Gräfin Galtitzin,ist eine der merkwürdigsten Erscheinungen des achtzehn-ten Jahrhunderts. Erfahren in der alten, in der mor-genländischen und in der neueren Litteratur, tief nachden-kend über Leben und Streben des Geistes und überSprache, als Werkzeug desselben, angstlich bewahrend undtapfer verthcidigcnd das Gehcimniß des Gefühles, wasnie erforscht und mit Worten ausgesprochen werden kann,lehnte er sich hoher und heiliger Kraft gegen das verführe-risch Blendende des littcrärischen Zeitgeistes auf, welcherAlles zu deuten, auszuklagen und auf helle Begriffe undfeste Bestimmungen zurückzuführen versuchte. Da er denunstreitig wahren Grundsatz festhielt, daß die menschlichenKräfte nur in ihrer Gcsammtheit und unzertrenntcn Ein-heit auf die allein richtige Weise thätig se»n können unddurch Vereinzelung au Tauglichkeit verlieren, so kämpfteer mit beharrlicher Anstrengung gegen jedwede Einseitigkeit,mochte er sie bey Lessing oder Nicolai, bcy Herderoder Damm finden und versuchte seine tiefe, glaubigeAhndungen von dem Zusammentreffen der Natur mit demGeiste in Worten und Bildern zu verkörpern. So vertrater ohne gehässig zünftige Absichtlichkeit den Ossenbarungs-glauben gegen die Anmaßungen der Vernunft; so wicSer auf das immer vcrschlcyertc Innere hin, wenn Allesveröffentlicht und veranschaulicht werden sollte; so wurdeer Anwald des Unnennbaren im Heiligthum des mensch-lichen Gemüths und galt bey Vielen als thöriger Schwär-mer oder wurde als orakelmäßiger Seher verspottet. Scivezahlreiche, meist kleine, sammt und sonders aus Zeitver-
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