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2 (1819)
Entstehung
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185
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dem, was ikm seit Jahrhunderten ausschließlich thenrc?Gegenstand des forschenden Nachdenkens gewesen war, aufWissenschaft und Kunst über. Hiezn wirkte auch mit diezunehmende Vorliebe für die, in diesem Gebiete sich kräftigbewegende, mehr dem Verstände als dem Gefühle zusa-gende, minder den Genuß als die Erklärung desselben in'sAuge fassende, brittischc Litteratur; diese Vorliebe zeigtesich in den mit jedem Jahre zahlreicheren Uebcrsctzungenaus dem Englischen, in dem von Lessing und Weisseumgestalteten theatralischen Geschmackc und in dem Bey-fallc, welchen psychologisch-kritische und ästhetische Unter-suchungen fanden. Aber mehr noch als die brittischc Lite-ratur äusserte in der Mitte des achtzehnten Jahrhundertsdie alt-elastische ihren siegreichen Einfluß und gab demerweckten wissenschaftlichen Geiste eine entschiedene Rich-tung auf Betrachtung und Erforschung des Wesens derKunst; und dicß ist eben der, in Lessing's Werken durch-brechende, philosophische Geist, welcher die besseren Köpfeergreifet und unter den Teutschen fortan stärker, wie beyjedem anderen Volke, hervortritt.

Hieraus erkläret sich das Streben und Wirken nnscrsdurch entzückte Liebe für Schönheit und Kunst des Alter-thums unsterblichen IohannIoachim Winckelma n n' saus Stendal sgcb, ,717; st. d.LJun.i768j, welcher, vonfrühester Kindheit an mit drückenden Entbehrungen rin-gend, unersättlich wißbegierig, rastlos arbeitsam, volldunkler Ahndungen eines sich machtig regenden Kunstgefnh-les, aus dem überreichen Quell des classischen Alterthumsmit leidenschaftlicher Sehnsucht nach Erforschung desKunst-geheimnisses der Schönheit schöpfte und somit im krafteifri-gen Erstreben eines Zieles seinem geistigen Leben eine Ein-heit gab, die sich im thatenreichen reiferen Alter herrlich