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Mit diesem gab er die „Benträge zur Historie und Aufnah-me des Theaters" heraus; er ließ jezt, ohne sich zu nen-nen, Anakreontischc „Kleinigkeiten" drucke», welchen reich-liches Lob zu Thcil wurde, und eignete sich umfassendereund gründlichere Bekanntschaft mit der französischen Spra-che und Litteratur zu. Um seinen Vater zufrieden zu stel-len, vielleicht auch weil ihm der Zerstreuungen in Berlin zuviele waren, ging er sDec, nach Wittenberg, lebte
mit seinem daselbst studircnden Bruder Johann Gott-lieb auf einer Stube in großer Dürftigkeit, verfertigte lu-stige Epigramme, übersetzte Huart's geniales Buch „überdie Prüfung der Köpfe" aus dem Spanischen, prüfte denKlop stock'sehen Messias und versuchte gemeinschaftlichmit seinem Bruder eine, bald aufgegebene Uebersetzungdesselben in lateinische Hexameter, schrieb Berichtigungenzu Jöchcr's ziemlich leichtfertig zusammengestoppeltemGelehrten-Lex-kon und bestand eine Fehde mit dem Laub-linger Lange über dessen Horazischc Oden. Meist um desVaters willen liest er sich die Magistcrwürde erthcilen. Dar-auf ging er(>7ZZ^ nach Berlin zurück und übernahm, nachMylius Abgang, die Besorgung des gelehrten Artikelsder Vossischen Zeitung. Der Vater, so unzufrieden ermit diesem Leben in Berlin war, wurde bald durch dieöffentlichen Lobeserhebungen, welche Lessing's „kleineSchriften" (4 Th. -2.), Gedichte, kritische Briefe, geistrei-che Rettungen und Schauspiele, erhielten, ausgesöhnt.Lessing's Umgang mit Moses Mendelssohn, Ni-colai, auch mit R am lex, mit dem feinsinnigen Künst-lcr J. W. Mei l, und mit Sn lzer und Süsmilch, hattedie fruchtbarsten Erfolge für seine geistige Reife und immerstrengere kritische Bildung. Aus seinen philosophischen Un-terhaltungen mit Moses erwuchs die kleine gehaltvolle