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ausgedanert hat er nnr in dem unter Kästner's Leitungbestehenden Disputatorium. In engerem Umgänge lebteer mit seinem Schulfreunde I. H. Schlegel, mit Ch. F.Weisse und dem gntmüthig drolligen Schöngeists Chri-stian Nicola us Naumann sgcb. 1720; st. 1797^,bald am vertrautesten mit Ch. Mylins; auch stand ermit mehren durch rühmliches Kunststreben ausgezeichnetenSchauspielern, Brückner, Eckhof, Koch, in Verbin-dung- lernte vieles von ihnen, was für Gestaltung seinerkritisch-dramatischen Ansichten von nicht geringer Bedeu-tung war, und belehrte sie einsichtsvoll, wenn er überschwierige Rollen zu Rathe gezogen wurde. Er las viel,besonders aufmerksam Wols's philosophische Schriften;fing auch an schriftstellerisch zu arbeiten ^1747^, gab Bcy-träge indicvonAgricola besorgten Hamburgischcn „Er-munterungen" und in Mylins „Naturforscher" über-setzte gemeinschaftlich mit Weisse den Marivaur'schcnHannibal, und beendete das auf der Schule schon angefan-gene Lustspiel „der junge Gelehrte," welches in Leipzig mitunzweydeutigcm Beyfalle aufgeführt wurde. Seine mitdem fast ausschließlich theatralischen Leben des Sohnesunzufriedene Eltern wußte er während eines längeren Auf-enthaltes im väterlichen Hause si.748^ zu beruhigen; derVater wurde durch Ueberzeugung von des Jünglings wis-senschaftlichen Fortschritten, die Mutter durch eine Predigtgewonnen. Lessing kehrte sOstern 1749^ nach Leipzig zu-rück, um sich auf ein Lehramt an einer Hochschule vorzu-bereiten, knüpfte die alten Bekanntschaften wieder an undentschloß sich l>75oz, als ihneine für abgehende Schauspie-ler übernommene Bürgschaft in dringende Geldverlegen-heit brachte, sein Glück in Berlin zu versuchen, woMylius als Zeitungsschreiber Unterhalt gefunden hatte.
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