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In seinen geistlichen Liedern (Kopenh. 1758 u. 1769. 2 Th.;1764) herrschen hohe Kraft und Salbung. Die Elegiensind unbeschreiblich mild und zart; so wie auch oft in Odender Ton in Wehmnth übergehet. Seine Epigramme ge-fallen als sinnvolle Gedankenspiele und Eingebungen desAugenblicks, durch auspruchlose Einfachheit. Die drama-tischen Arbeiten, deren Stoff aus der biblischen Geschichteentlehnt wird, „Adams Tod" G7Z7), „Salomo"^-?^)und „David" (>772), können nur als epische Idyllen inGesprächen gelten; von höherer Bedeutung sind die vater-ländischen zur Feier Hermanns, des Retters der tcutschcnFrcyhcit: „Hermanns Schlacht" (>769), „Hermann unddie Fürsten" (-7L4) und „Hermanns Tod" (1787); sieverherrlichen den Adel des altteutschen Volkes und bcab-sichtigten Auferweckung tentschen Selbstgefühles und vater-ländischer Volkskraft; die Darstellung großartiger Mann-hcit der Altvoderen hat kräftig-einfaches Leben; die lyri-schen Gesänge sind inhaltschwer und voll tiefer Bedeutung.Klopstock näherte sich schon dem reifen männlichen Alter,als er ^766^ das Unwürdige und Beschämende in der Ab-hängigkeit vaterländischer Knnstdarstcllung von Göttern,Helden und mythischen Bildern des, auch vielen Gebildetenim Volke fremden elastischen Alterthums fühlte und aufEinführung der nordischen Götter in unsere Dichtkunst be-dacht war; in seinen Oden „Wingolf", „der Hügel undHain" u. a. wird die Ueberzeugung von nothwendigcrWiederbelebung des ursprünglich Deutschen in Werken derKunst mit warmer Beredsamkeit dargelegt. Diese Ansichthatte ihre Wurzel in einem vaterländischen Herzen, dasdem noch so allgemeinen knechtischen Herkommen frey zuentsagen wußte; es wird ihr vollständig Gerechtigkeit an-gedeihen, wenn das Ideal der Teutschheit in ihrer Rein-