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2 (1819)
Entstehung
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scheint, in unverdiente Vergessenheit gerathen. — VieleAeünlichkeit mit Schuppe hat Hans Michael Mo»schcrvsch ans Willstädt im Hanauischcn fgeb. aöoo; st.d. 4 Apr. ,L6g(Z, zulezt Präsident in Hanau, ein geist-voller und kcuntnipieichcr Mann, durch Kriegsdrangsalegeprüft und bewährt, durch Reisen, längeren Aufenthaltin Frankreich, und vielseitigen Umgang mit mannigfalti-gen Erfahrungen ausgestattet, erfüllt von eifrigem Bestre-ben, zur Wiederherstellung des sittlichen Gemeinwohlsmitzuwirken. Er arbeitete Quevedo's Träume frcyum und stellte die Thorheiten des Lebens anschaulich le-bendig dar, wie sie grvßenthciles aus beharrlichen Beobach-tungen ihm selbst bekannt geworden waren. Er ist alsSlttenmaler durch große Mannigfaltigkeit des Stoffes undsinnige Verarbeitung desselben, durch Lebhaftigkeit derEinbildungskrast und durch Gedankcnrcichtbum ausgezeich-net; er paaret strengen Ernst mit muthwilliger Laune undfreyem Witze; schaltet auch bisweilen wackere Lieder ein.Auch ihn trist der Vorwurf, einzeilige Gelehrsamkeit aus,gekramt und bunte Sprachmengcrey sich erlaubt zu haben.Seine Satyrcn wurden unter der Aufschrift „PhilanterSvon Siltenwald wunderliche und wahrhaftige Gesichter"(ate Ausg. Straßburg >642. 2TH. it.; am besten i65ci L )oft gedruckt; aber auch bald (wahrscheinlich zuerst in derAusg. Leiden 1646) durch fremde Zusätze und mancherlcyVeränderungen entstellt.

Aus diesen Werken und ans dem , was wir in Prosavon Opitz, Ziukgräf, Ad. Olearius, v. Zesen,Harsdörfer und v. Birken besitzen, läßt sich dieBeschaffenheit der kunstgerechten Prosa damaliger Zeil er-kennen. Von geschichtlichen Arbeiten tritt keine durch an-ziehende Einfachheit der Erzählung und allbicdcren körni»

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