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und der Mcklciiburgcr Michael Freud sst. '692^welcher sich üdcr Mode - und Prnnkthorheitcn (-682) lustigmachte, blos bcylaufig angeführt werden.
Nicht weniger beachtenswcrth sind manche prosaischeSatpriker dieses Zeitalters; ihre Schriften haben unstrei-tig den ausgebreitetestcn Leserkreis gesunden. Dicß warschon bc» denen des Aegidius Albertinus ans De-vcntcr Igcb. >56c>; st. rk2»ss der Fall, ob sie gleich in derSprache, was der Verfasser eingestehet und damit, daßer kein gcborncr Tcutschcr sey, entschuldiget, sehr viel zuwünschen übrig ließen. Er lebte als Secretär in Mün-chen und scheint besonders in Baiern und im katholischenSüd-Teutschland, wahrend des ersten Bicrtheiles des igtestJahrhunderts, in großem schriftstellerischen Ansehen ge-standen zu haben. Ausser mehren Uebersetzungcn aus demSpanischen, Jtaliänischen und Französischen, geschichtli-chen Sammlungen, und Andachtsbüchern in beliebter alle-gorischer Manier, verfaßte er bitter ernste Satyrcn aufdie Schlechtigkeiten und Unarten des Zeitalters^ SeinHauptwerk ist „Lucifers Königreich und Seelengejaidc oderNarrenhatz in L Theilen" sMünchen >6 ,7. 4.), strotzendvon unzcitiger Gelehrsamkeit und religiöser Unduldsamkeit,stellenweise nicht ohne Kraft und schneidende Strafbcrcd-samkeit; sind Braut's Narrenschiss und Geilcr's von Kai.scrsbcrg Predigten darüber seine Vorbilder gewesen, soist er weit hinter denselben zurückgeblieben. Ungleich mehreigenthümliche Selbstständigkeit und Fruchtbarkeit an na-türlichem Witze, tiefe Kenntniß der Zeit und kühne Frey-müthigkeit der Betrachtung findet sich bey Johann Bal-thasar Schuppe aus Gießen sgeb. ,6ro; st. d. 26Oct.t66>sj, Prediger an der Jacobskirche in Hamburg, nach,dem er vorher als öffentlicher Lehrer der Geschichte in