Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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Der Witz der Epigrammatisten, besonders Ldgau's,bietet nur satirische Bruchstücke dar; uud AndreasGryphius entfaltete spärlich seinen, in mehren Lust-spielen kräftig bewährten Beruf zur Satnre Die künst-lerische Wiedergeburt dieser Dichtart blieb dem nördlichenTeutschland vorbehalten und ging aus dem Sckooße desVol. und aus treuen Wahrnehmungen der Veränderun-gen im bürgerlichen Leben hervor. Ihr Schöpfer warHans Wilmsen (d. h. Wilhelms Sohn) Laurem-berg aus Rostock sgcb. >5go; st. d. 2» Febr. z.658),Kfsenl!icher Lehrer der Mathematik und Dichtkunst auf derHochschule seiner Vaterstadt und dann fs. 162?^ Lehrerder Mathematik an der Ritterakademic in Soroe, einheiter launiger Mann, in welchem reiche Geistesbildungmit gründlicher Gelehrsamkeit und Hellem Blicke der Men-schenbeobachtung vereinigt war. Seinevcer olde bcröh-medc Scherzgedichte" (gedr. in diesem I- >654 .8.; Cassel2750.8.), auch bald in das hochteutsche übertragen (i654?)sind gegen Ausländerey, Franzosenthum, Modesucht undAnmaßung der Gelcgenheitsdichter gerichtet, voll drolligenMuthwillens uud naiven Witzes, nicht ohne Derbheit,aber frei) vom rhetoristrenden Lehrton und von leidenschaft-licher Bitterkeit; der Spötter strafet nicht, sondern erlacht. Die angehängten komischen Erzählungen habenSalz und Würze bcy bencidenswerther Leichtigkeit der Dar-stellung; die Sprache ist vortreflich und ganz geeignet,um des Dichters Vorliebe für den niedersächsischen Dialektals wohlbegründct erscheinen zu lassen. Noch besitzen wirvon ihmzwo Komödien" (Kopenhagen >635.4.) in Prosamit Arien und platteutschcn Baucrngesprächen. Vielleichtgehöret ihmTeweschen Hochtiet, dat ps, ardige vieftiptöge, darum der enfolligen Bueren wunnerlüke un