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Bind- und Dichtkunst" (N. >679, 12.) ist als Inbegriffder Grundsatze und Bestrebungen dieser Schule gewißbeachtenswerch.
Mit nicht geringerer Ernstbaftigkcit und mit seltsame»ren Übertreibungen wurde von Hamburg aus an Reini-gung und gesetzmäßiger Gestaltung der teutschen Sprache,so wie an Bereicherung der vaterländischen Dichtkunst ge-arbeitet. Hier entstand die durch überstrenge Fo-derungcn und Masregeln zur Beförderung der Reinheitund zur Vereinfachung der Rechtschreibung der teutschenSprache merkwürdige, und von dem in Mcngercy undgedankenlose Hcrtömmlichkeit verkommenen vornehmen undgelehrten Pöbel — bald, und freilich nicht ohne ihreSchuld, lächerlich gemachte tcittsch gesinnte Genossenschaftoder Roscngesellschaft, welche sich doch über vierzig Jabresbis 1689t in einiger Wirksamkeit erhielt. Ihr Stifterwar Philipp von Zesen aus Priran im Anhaltischensgcv. 1619; st. d. iZ Nov. 1689 t, ein kenntnißreicherMann, von unbescholtener treu vaterländischer Gesinnung,welchen rastloser Eifer für Verfolgung seiner Zwecke nir-gends eine Hcimath und bestimmte bürgerliche Amtsthätig-keit finden ließ; am längsten lebte er in Hamburg, aus-schließlich von Schriftstellern); die von ihm verfaßten Ge-legcnhcitsschriften, dramatischen Arbeiten, Andachtsbücher,Romane und Übersetzungen bilden eine sehr lange Reiheund wurden in der Zeit ihrer Erscheinung viel gelesen.Die eigcnthümliche Richtung seines Geistes und Strebensoffenbaret sich in den Schriften, welche auf Kritik derMuttersprache Beziehung haben; von ihnen dürften die„hochteutsche Sprachübung" (5). 164Z. 8.), seine Grund-sätze der Rechtschreibung darstellend, und die Sammlun-gen vermischter grammatischer und kritischer Bemerkungen