Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
Seite
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regten Eifers für vaterländische Dichtkunst nach KräftenKey. Darauf zweckte auch seinunvorgreiflichcs Bedenkenüber etliche Misbränche in der tcutschcn Schreib- undSprachkunst" (Lübeck 1659. 12.) ab, welches im Wesentli-chen die Opitz-Buchncr'schen Grundsätze wiederholt nnd mitBcyspielcn erläutert, aber auch viele Kenntnisse in deralrteutschen Litteratur verräth, und gute prosodische Vor-schriften und gründliche Rügen herrschender Fehler ent-hält; beygefügt ist eine Sammlung dichterischer Redens-arten zur Belehrung und Nachhülfe für Anfänger. Seinefrühere Kunst-Versuche sind unter der AufschriftteutschcrGedichte Frühling" (Bresl. 1642; 1649) gesammelt undbestehen größeren Theils aus Gelegenheitsgedichten; diegewissenhafte Nachahmung der Opitzischcn Manier kannnicht verkannt werden; Eorrecthcit und fliessendcr Versbau,mit glücklicher Anwendung der Anapästen, Daktylen unddes Alkäischen Sylbenmaßcs, sind ihr Hauptverdienst;mehre seiner Sonnctte können als gelungen gelten, wennsie gleich nicht gedankenreich sind; einige geistliche Lieder(S, r- 2Z8. 296) zeichnen sich durch innere und äussereVortrefiichkeit aus; das Lied auf ein Hündlein (S. 363)ist mcrsterhaft; das Lob der Buchdruckern) (auch einzeln:Br. »640. 4.) empfiehlt sich durch männlich ernste Betrach-tung. Von den Epigrammen erheben sich nur wenige überdas Mittelmäßige. Die angehängte Uebersctzung derSprüchwörtcr Ali'S aus dem Arabischen mit lateinischemEommcntar hat in Ansehung der körnigen Sprache nichtgeringen Werth. Seine spätere Arbeiten imVortrabdes Sommers deutscher Gedichte" (Rostock a633. 8.) krän-keln an Steifigkeit und Kalte; die in ihnen vorherrschendeManier der Naturschilderungen erreichet selten die Opitzi-schc; doch ist aufdie Sprache rühmliche Sorgfalt verwendet»