Druckschrift 
2 (1819)
Entstehung
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der ersten Stetten unter Opitz's Freunden und Verehrernein und arbeitete mit ernstem Eifer und nicht ohne erfreu-lichen Erfolg an Verbreitung seiner Grundsalze. Mehr,als kaum mittelmäßige Gedichte, beweiset dicß der ganzin Opitzischcm Geiste verfaßtekurze Wegweiser zur tcut-schcn Dichtkunst" (Jena 166Z. 8.), welcher nach des be-scheidenen Verfassers Tode aus Heften abgedruckt wurde.Ihm verdankte einer der vorzüglichsten Lyriker jener Zeit,Zacharias Lundt, aus dem Holsteinischen, einen großenThcil seiner tüchtigen Bildung und die Ermunterung zumteutschen Gesaug. In der Sammlung, welche unter derAufschriftAtterhand artige teutsche Gedichte" (Leipzig1606. 4.) erschien, finden sich Lieder von ausgezeichneterTrcsiichkeit; zwar sind sie großen Theiles holländischen undfranzösischen Mustern nachgebildet, aber mit so reicherSelbstständigkeit des Gefühls, mit so eigeuthümlicherLaune, oft mit schalkhafter Ucppigkeit und in einer sogeschliffenen wohlklingenden Sprache, daß sie vollgültigeRechtsansprüche auf eine Ehrenstelle neben den gelungen-sten heimathlichcn Dichtwerken haben.

In Rostock hielt der allgemein geachtete, geistreicheW. Lauremberg, auf den wir zurückkommen werden,den vaterländischen Kunstsinn aufrecht; junge Lehrer undStudirende wetteiferten in dichterischen Versuchen. Seinesebenfalls hochgebildeten Bruders und AmtsnachfolgersPeter L- Schüler, Andreas Tscher nilig aus Bunz-lau sgcb. r6li; st. d- 27 Sept. aK5-.,sj, der in Breslau seinezweytc Vaterstadt und in Opitz einen väterlichen Freundund milden Beurtheiler dichterischer Jugendarbeiten gefun-den hatte, trat als öffentlicher Lehrer der Dichtkunst aufder Rostocker Hochschule ff 1644s! ül seiner würdigen Vor-gänger Fußftapfeu und trug zur Unterhaltung des ange-