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gen erregt, als sie sr6Z3s im a^ten Jahre verblühcte;ihre von Sam. Ger lach (Danzig 16Z0. sTH. 4 ) nurzu vollständig und genau herausgegebene Gedichte verra-then viel Gefühl und nicht gemeine Anlagen.
Einer der berühmtesten und seelenvollsten Dichter derOpitzischcn Schule ist Paul Flemming aus Harten-stein im Schvnburgischen Vogtlande fgeb. 1609; st. d. 2Apr. 2640P Er war, wie seine lateinische Gedichte auchdarthun, vortreflich humanistisch ans der Fürstenschule inMeissen gebildet und hatte in Leipzig Arzneywisscnschaktstudirt, als ihn die Kricgsnoth des Vaterlandes veran-laßt?, anderwärts ein Unterkommen zu suchen. Es gelangihm si65ZZ, unter die Reisegesellschaft aufgenommen zuwerden, welche Friedrich Herzog von Schleswig-Holsteinnach Moskwa abgehen ließ, um seinem Lande Handels,vortheile zu erwerben; und erschloß sich einer zweytcnan s i655Z, die ähnliche Absichten in Jspahan bewirkensollte. Anstrengungen und Mühseligkeiten hatten seineKräfte erschöpft; er starb nach kaum erreichtem Z,tcnJahre in Hamburg, wo er sich als Arzt niederlassen wollte.Als Jüngling, wahrscheinlich schon in Meissen, hatteFlemming teutsche Dichtkunst liebgewonnen und Opitzdem er mit treuer, inniger Liebe anhing, zu seinem Mustergewählt, welches Sprache und Versbau hinreichend be-zeugen, obgleich beide, jene an leichter Geschmeidigkeit,dieser im glücklichen Gebrauche der Trochäen und in sehrgefälligen lyrischen Sylbenmaßen, nicht wenig durch ihngewonnen haben. Aber nicht flcissigcs und verständigesNachstreben, sondern innerer Beruf, dem jenes sich baldfügsam unterordnete, weihete ihn zum Dichter. Ihmwohnte warmes, tiefes, kräftiges Gefühl und reiches,kühnes Bildungsvermögen ein; seine Weltbetrachtung ist