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2 (1819)
Entstehung
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hcit verteidigten Katholicismus und davon nicht getrenn-ten Papismus übrig. Mit schrankenloser Anmaßung hieltangebliche evangelische Rechtglaubigkcit Gewissen und Ge-spräche, häusliches und öffentliches Leben, Predigten undGedichte, Bücher und Lehrhefte unter der strengestcn Auf-sicht; und hätten mathematische Arbeiten dieser nicht durchihren Inhalt entgehen können, so würde das der Dunkel-heit gcwcihete Littcraturzcitaltcr auch der durch Keplerihm zu Theil gewordenen Lichtseite ermangelt haben. Dieöffentlichen Religionsvorträge waren, mit äusserst wenigenAusnahmen, trostlos unfruchtbar für Geist und Herz,bald mit unzeitigcr, übclvcrdauter, oft possierlicher Ge-lehrsamkeit angesetzt, bald stach und gemein, bald ab-sprechend , überall fremd dem Bedürfnisse und der Sehn-sucht nach dem Höheren. Fast nur im Ucberglauben, wel,chem Rohe und Unwissende, Gelehrte und Gebildete gleich,mäßig stöhnten, in zuversichtlichem Festhalten der Stern -und Zeichendeutercv, der Zauberet), Hcrerey und Tcufeleyfand sich unverkümmcrtc Nahrung für Einbildungskraftund freye Betrachtung, für angeborue oder aufgeregteWißbegierde.

Es ist begreiflich, daß das von seinen Führern ver-lassene, von den rechten Bildungsmitteln abgeschnittene,in sich selbst gewaltsam zurückgestoßene, dem Geheimnisseeigener Kraft und Hülfe hingegebene Volk, wenn es vondem inneren Triebe nach überirdischer Wahrheit ergriffenwurde, auch unverständlicher oder nur in Einzelnem halbund düster gefaßter Begeisterung, dichtverhüllten Andeu-tungen himmlischer Weisheit und höherer Offenbarungleicht und willig Herz und Ohr lieh. Darum gewannendie Schriften des Thcophrastus Paracelsus nichtblos bcy Acrzten und Naturforscher», auf das neue Ein-