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1 (1818)
Entstehung
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kühn-stolzes Streben nach Höherem. Sie ist aus desZeitalters herrschenden Vorstellungen von der Geisterweltund deren Zusammenhange mit dem Menschengcschlcchreerwachsen. Die Stelle der Feen, Zauberer, Kobolte,Riesen, Zwerge hatte schon lange der Teufel in demEinbildungsvermögen und Glauben des Volkes eingenom-men; ihm und seiner Geschäftigkeit auf Erden wurdendie verkehrten Begierden und Gelüste der Sterblichen,ihr Hochmuth und unverdientes Glück zugeschrieben unddamit bekanntlich eine Menge scheußlicher Ungebührlich-keiten in die gesellschaftlichen Rechtsverhaltnisse einge-führt. Aus diesen tief gewurzelten und überall verbrei-teten Vorstellungen ist die Ueberliefcrung von Faust'sSchwarzkünsten entstanden und fortwährend vermehrtund ausgeschmückt worden. Etwas Geschichtliches, vondem aber so weit abgewichen worden ist, daß es kaumwieder gefunden und erkannt werden kann, lieget zuGrunde. Es lebte ein Schwarzkünstler Faust, ausKüudlingen gebürtig, am Ende des fünfzehnten und imAnfange des sechszchnten Jahrhunderts; er soll auf derCracauer Hochschule Magie erlernt und eben so großesAufsehen, wie Theophrastes Paracelsus, erregt haben;entweder dieser oder der als Faust der jüngere bezeich-nete, von Franz von Sickingen begünstigte GeorgSabellius haben zu der merkwürdigsten aller roman-haften Erzählungen in Teutschland Veranlassung gegeben;der eine wie der andere, war ein in geheimen Wissen-schaften und Künsten erfahrner und geübter fahrenderSchüler und wurde höchst wahrscheinlich wegen seinerTalente und wegen des Glückes, daß diese ihm erwar-ben, beneidet und verleumdet. TieHistorie von Dr.Johann Fausti deS ausbündigcn Zauberers und Schwarz-