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nik" erhalte»; und mehrere geschichtliche Werke diesesZeitalters von nicht geringerem Gehalte, z. B. die Ditt-marsische Chronik, haben die gegründetsten Ansprüchedaraus, aus unverdienter Vergessenheit erlöst zu werden.Andere Scheusten der Art, z. B. Hermann Hammesmann's „Oldcnbnrgischcs Chroniken" (0.1699..ftaus Stade's gewichtige Nachrichten von Brasilien(Marburg 1SZ7.4.), Leonhard Ranw 0 lf' s (1682),Salomo Schwciggcr's (>6og), Jacob Brcu-ning's (1612) morgenländische Reisebeschreibungen,tonnen zwar, Key anderweitigem entschiedenen Werthe^nicht gerade als Muster der Darstellung und Sprache em-pfohlen werden, behaupten aber doch als Ausnahmen vonder gewöhnlichen Beschaffenheit wissenschaftlicher Schrif-ten in der Muttersprache eine wohlverdiente Ehrenstelieund können zu Belegen dienen, daß es ungleich besser umdie teutsche Prosa gestanden haben würde, wenn mehreSchriftsteller ihre Lcsewclt im empfänglichen Volke ge-sucht und dessen Federungen zu genügen gestrebt hätten.
Daß das Gelingen der Darstellung und Sprachbc-bandluug durch volksthümliche Gesinnung, Kenntniß undBeachtung derselben bedingt wurde, läßt sich aus den jeztnoch sehr zahlreichen Volksbüchern und Romanen folgern,welche das Volk im Stillen genoß, woran es sich inseinen Erhohlungsstunden ergötzte, geistig erhob undstützte. Unbestreitbar sind sie, nächst Luther's undseiner tüchtigsten Gefährten und Schüler Schriften, dasBeste, was das scchszehntc Jahrhundert uns überlieferthat. Noch immer wurden viele Ritter- und Licbesgc-schichten ans dem Französischen übertragen, mehre mitder erfreulichste» Sorgfalt und Geschicklichkeit. So er-schien der „Amadis" (ra Bücher. Frankfurt am Main