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1 (1818)
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rem Leben ungemein fruchtbaren und mehr durch Gemüt!)und Naturanlage, als durch gelehrte Bildung ausgezeich-neten Schriftstellers. Seine damals mit Recht vielgelc-seue Geschichtsbücher (Zcitbuch. Straßburg rSZr zc.;Kosmographie. Tübingen i6a4 :c. ; Teutsche Chronik.Augsb. i553 :e. F.), zeitgemäße freye Verarbeitungendes von Anderen entlehnten Stoffes, empfehlen sich durchoft wahrhaft malerische, immer leichte und bequeme, Alleansprechende und fesselnde Darstellung und durch Eigcn-thümlichkcit der Auffassung und Würdigung der Gegen-stände, der sittlichen Betrachtungsweise und der harmlv-losen Strenge und Freymüthigkeit. In seiner für Sprach -und Sittenkuudc ergiebigen, auf Beweisführung dervaterländischen Uebcrlcgcnhcit vor den Alten augclcglcnSammlung teutfchcr Sprüchwörtcr (Frankfurt am MainrZstr. 2TH. 4>) offenbaret sich eine Welt- und Menschen-kenntnis' , eine Selbstständigkeit und Kühnheit der Ansich-ten , ein Wechsel des Wihcs und der Laune mit ernsterBelehrung in so reichem Maaßc, daß er nur bcy Bcrglci-chung mit Luther verlieren kann. In den philosophisch-mystischen Erbauungsschriften (Paradoxa oder zweyhun-dert achtzig Wnndcrredcn aus heiliger Schrift. UlmrZ54.4. ; daß Gott daS einig Ein und höchstes Gut. 2545. 4.n. m. a.) erscheint er als Naturforscher des inneren Men-schen unabhängig von fremdem Anschn und geheiligtemHerkommen, neue Bahnen brechend, von höheren Ahn-dungen des freyesten Vernunftlebcns ergriffen, und schaf-fet für neue Gebilde in der Welt der Gedanken undGefühle einen nicht selten gelungenen Knnstausdruck,welcher wie der des I. Tauler und Jakob Böhm derSprache ansehnliche, kcineswcgcö pflichtmäßig beachteteBereicherung zuführt und Duellen derselben nachweiset,