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ihn ein fester vaterländischer Gesichtspunkt; der Bürgersollte in seiner Heimath geschichtlich einheimisch, er solltemit Achtung für sein Volk, mit Liebe für das Große,Wahre und Rechte erfüllt, durch Erfahrungen und Musterder Vergangenheit, durch Betrachtung dessen, was undwie es geschehen war, sollte die Gegenwart veredelt,sollte die Gesinnung der Zeitgenossen gereinigt und erkraf-tigt, somit eine glücklichere Zukunft vorbereitet werden.Aventin's teutschcr Ausdruck ist acht und rein tcutsch,das Werk reifer Ueberlcgung, der treue Spiegel biedererDenkart, gehaltvoll und dem Volke zusagend. Diesesköstliche Geschichtsbuch, von ihm selbst mit rühmlicherAnstrengung verteutscht, erschien erst ein Mcuschenalternach des Verfassers Tode (Frankfurt am Main r566. F.;lateinisch. Jngolst. r,ZZ4; besser: Basel i63c> :c.); beyseinem Leben wurde nur ein Auszug daraus (Nürnberg1622. F.) bekannt gemacht. Auch das die älteste Zeitbeschreibende Bruchstück seiner teutschen Chronik (N. -»4>.4.) ist beachtcnswerth. — Ein Ahnlich guter Geist herr-schet in der erst jezt unverdienter Vergessenheit entrissenenPommer'schcn Chronik (herausgegeben von H. G. L. K o-scgarten. Greifswald -8-6. 2 B. 8.) des ThomasKautzow aus Stralsund sgcb. -Zoo? st. d. 2Z Sept.1642s, eines Schülers Melanchthon's; auch er unter-suchte und sammelte unverdrossen und mit Einsicht, schil-dert lebendig anschaulich, urtheilt treffend und sinnvoll,beurkundet eine vorurtheillose Denkart, Liebe der Frey-heit und Ehrfurcht für bürgerliche Zucht und Ordnung.Seine Sprache, der Lutherischen nachgebildet, ist vor-trefflich. — Die größte Achtung gebühret dem Sprach-vcrdicnstc des tiefen Sclbstdenkers Sebastian Frankaus Donauwörth lgcb. 1S00; st. -S/sZs, eines bey unste-