Druckschrift 
1 (1818)
Entstehung
Seite
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Christoph Krause 1612 bis 1616. Z B. 4.) gedruckte, vonI. Krüger in Augsburg verlegte ist nicht häufig. Bcrtu chkündigte in einer Probe (Weimar 177V. 4-) eine neueAusgabe au, welche aus Mangel au Unterstützung nichtzu Stande gekommen, so wie die von I. H. Haß lein(N. -781. 8.) unternommene Auswahl mit dem erstenBuche abgebrochen worden ist. Ob der von Büsch ing(Nürnb. 1L16. L.) begonnene neue Abdruck, mit einigengewagten Sprachverändcrungcn, besseren Fortgang habenwird, stehet dahin. Es sollte billig als Ehrensache destentschcn Volkes angesehen werden, die bisher gar nichtbenutzten handschriftlichen Vorräthe in München, Nürn-berg, Dresden u. a. zu Rathe zu ziehen und eine, zwarnicht vollständige, doch nach festen Grundsätzen besonnenausgewählte und kritisch berichtigte Ausgabe der Werkeunseres größten Mcistcrsangers an das Licht treten zulassen.

Wenngleich nach Hans Sachs der Meistergesangin einzelnen Städten fortdauerte, so endet doch mit ihmderselbe in seiner selbstständigen Vvlksthümlichkeit; esbildete sich ein Wechselverhaltniß zwischen dem Volke undder Ritter- und Gelchrtcnwclt, wobcy seine ehemaligeAbgeschlossenheit und Vollgültigkcit nicht fortbestehenkonnte. Der frcysinnige, hochherzige und besser gebil-dete Adel theiltc des aufstrebenden Volkes Wünsche undFvderungcn ; er traf mit ihm in dem Werke der Kirchen-vcrbcsscrung, wie in einem geistig- sittlichen Mittclpunctezusammen; im Feuer-Eifer für teutsche Freiheit, in un-williger Auflehnung gegen Misbrauche der geistlichen undweltlichen Gewalt waren Viele aus dem Volke mit Kraft-männern des Adels einverstanden, ergriffen von demHochgefühle der Achtnng für menschliche Bestimmung,