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1 (1818)
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beförderten, beschleunigten und vollendeten'festes eineTrennung in der christlichen Kirche, welche weniger durchfrüher oft ersehnte und thcilweisc versuchte Neugestal-tung der kirchlichen Lehren und Gebräuche, als durchFortdauer des alten, morschen, mit Waffen der Bibel,der Vernunft und der Geschichte bestürmten papistischenSystems neben derselben, merkwürdig erscheinen muß.Luther leistete gegen Drohungen und Verführungengleich mannhaften Widerstand, sagte sich fd .ro Dec. 1620)feierlich loö vom Papismns und dessen Werken und Wesen,behauptete evangelische Wahrheit und Glanbensfreyheitmit tapferem Sinne und frommer Freudigkeit vor Cardi-nalcn, Fürsten und Kaiser, kämpfte gleich redlich undkräftig gegen steife Schulgelehrte, wie gegen Eugland'sKönig Heinrich Vlll, gegen fanatische Schwärmcrcy undFreyhcitsschwindclcy, gegen Fürstendünkel und Bauern-trotz, gegen Türken und Juden, stürzte das, unveräus-scrbare Menschenrechte verhöhnende heillose Geheimhal-ten der religiösen Gesetzgebung , und erlöste einen gro-ßen Thcil des tcutschcn Volkes ans unwürdiger Geistes-gcfangenschaft, indem er dasselbe zum Bibel- und Ver-nunft-Gebräuche aufrief und die Berechtigung und Ver-pflichtung hiezu allen veranschaulichte, welche Augen hat-ten, zu sehen, und Ohren, zu hören. Auch erklärte sichdas Volk und die öffentliche Meinung zuerst und so lautfür ihn, daß sein Werk gedeihen und bestehen, daß das,was Waldenscr, Wiclef, Huß und andere frommeKampfer für evangelische Wahrheit, was viele der inConstanz und Basel versammelten Väter vorbereitet hat-ten, in das Leben eingeführt und, um unaufhaltbar fort-zuschreiten , vollendet werden mußte. Aber fürwahr nichtMacht und Weisheit der Menschen haben das herrliche