Druckschrift 
1 (1818)
Entstehung
Seite
162
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vorbereiteten Bestrebungen, ließ ins Leben eintreten,wofür Millionen Sehnsucht und Liebe im Herzen trugen,ohne den ihren Willen bezeichnenden Ausdruck gefundenzu haben. Dieser Mann war Martin Luther t geb.zu Eislcben d. 10 Nov. istöZ; st. das. d. ist Febr. iZstöft,eines, späterhin in Mannsfeld ansäßigen, damals armenBergmannes in Möra bei Salzungeu Sohn, von.Kind-heit auf an Entbehren, Arbeit, beharrliche Anstrengunggewohnt, viel Kenntnisse aufnehmend, bewahrend, ver-mehrend, aber mit Wachsthum des Wissens voll Geschäf-tigkeit und sittlicher Zwietracht in seinem Inneren, Vielahndend in sich tragend, was erst die Folgezeit entrath-seln konnte und immer deutlicher und fester erkennen ließ.Seine Betrachtungen wurden tiefer, seine Kenntnissegediegener, sein innerer Kampf lebendiger, als er l>So5laus frommer Schwärmerei» in den Augustiner - Ordengetreten war; er wurde ganz vertraut mit den Werkendes ihm überaus theuern heiligen Augustinus und forschteunablässig in der lateinischenKirchcnübersctzung der heili-gen Schrift, deren überschwenglichen Reichthum er ehrer-bietig anstaunte. Das Verdienst, einen solchen Mannder Welt wiederzugeben und in den seinen Kräften ange-messenen öffentlichen Wirkungskreis einzuführen, erwarbsich Johann Staupitz, Grosviear in Meissen undThüringen; dieser schlug ihn IftZoLs zum Lehrer derWclt-weisheit auf der liZoa; neu gestiftctcnHochschule in Wit-tenberg vor; und Luther machte der Empfehlung Ehre.Er arbeitete mit rastlosem Eifer an seiner wissenschaftli-chen Vervollkommnung, lehrte mit allgemeinem Beyfalle,bestritt freymüthig das Anschn des vergötterten Aristote-les und trat als entschlossener Widersacher finsterer Scho-lastik in die Schranken; dem Volke machte er sich durch