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sichcrnng, lebte der Verfasser dieses Stücks Theodor ichSchernberg, ein Mei-pfaffe, im lczten Viertheile desfünfzehnten Jahrhunderts und wir müssen diese AussageNor der Hand gelten lassen, obgleich mehr noch der Stossals die Sprache zu Zweifeln gegen dieselbe berechtigendürfte.
Der überall, in Liedern, Erzählungen und Fastnachts-spielen hervorbrechende Hang zur Verspottung und zuernst rügender Ausstellung der Thorhcitcn, sündhaftenGebrechen und herrschenden Schwachheiten der Zeitgenos-sen bezeichnete schriftgelchrtcn, erfahrnen und gebildetenMännern den Weg, auf welchem sie sich dem Volkssinuedici terisch nähern und zu dessen sittlicher Veredelung mit-wtrkeu konnten. Der Beachtung dieser Acnßcrung desZeugest es verdanken wir zwey Dichtwerke, sehr verschie-den ihrer dichterischen Natur nach, an sittlicher Bedeu-tung und Tüchtigkeit nicht ungleich. Das eine ist derallbekannte „Neinecke Fuchs", das nach dem Leben auf-genommene, wohlgetrossene Gemälde eines durch Schwach-heit des Herrn, durch Ränke und Beschranktheit derStaatsbeamten und durch Schlauheit eines von Grundaus verdorbenen, in allen Tücken geübten, der Wahrheitund Gerechtigkeit trotzenden Günstlings gefährdeten undvon öffentlicher Verachtung bedroheten Hofes. Es ist einallegorisch- episches Spottgedicht, in welchem Wesenaus der Thierwelt, aber so ganz menschlich, daß diesenaturwidrige Täuschung fast alles störende verlieret, han-deln und sprechen. Anordnung und Entwickelung desGeschichtlichen, Darstellung und Haltung der Eigenthüm-lichkeiteu im Einzelnen, Einschaltung bedeutsamer Zügeaus der Zeitgeschichte, Schilderung der Stände, Rügender Thvrheiten und Schlechtigkeiten zeugen von einem