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Mnrner, von dem unten weitere Nachricht gegebenwerden soll, in Dbcrteutschland (Strasb. r6rc). 4; Erf.läöst. 4; Augsb. >Zsio. g. u.s. w.) eingeführt und thciltesich bald in protestantische und katholische Bearbeitung.Gewiß waren auch der Pfarr von Kalenberg, das Lalcn-buch oder die Schiltbnrger und manche andere Schwankc-Sammlungen durch Uebcrlieferung in Umlauf, wenn siegleich erst ein Menschenalter später ihre schriftstellerischeEinfassung und kunstgemaße Gestaltung erhalten haben.
Im Anfange dieses Zeitabschnittes entstand dramati-sche Dichtkunst, als öffentliche Volksbelustigung. Zwarfinden sich schon im drcyzehntcn Jahrhunderte Spurenvon Mystcrcn; aber sie scheinen ans kirchliche Stoffe undfür kirchliches Publikum beschrankt und häufiger lateinischals tcutsch abgefaßt gewesen zu sepn. In Nürnberg, woFastnachtsfrcuden eingeführt worden waren, wur-
den höchstwahrscheinlich die ersten Fastnachts-Schauspieleaufgeführt, und zwar im Anfange aus dem Stegreife.Als schriftstellerische Bearbeiter dramatischer Stoffe ken-nen wir zwcy, auch sonst berühmte, Nürnberger Mei-ftcrsängcr Rosenplüt und Folz, von denen bishermehrmal die Rede gewesen ist. Von Hans Rosen-plüt f l. rstZo bis istbos, genannt der Schncppcrerd. h. Schnatterer, Schwatzer, einem vielgereisten Wap-penmalcr und Prior im Brüder-Kloster, sind zwölfFastnachtsspiele von roher Kunstanlage und derber Laune/aber nicht arm an glücklichen Zügen und oft gelungen imAusdrucke, sicher dem damaligen Volkssinne entsprechend,auf uns gekommen und Gsttsch ed (im „Röthigen Vor-rath zur Geschichte dcr tcntschen dramatischen Dichtkunst"B. r. u. 2) hat sich das Verdienst erworben sie bekanntergemacht zu haben. Von seinen übrigen Reimereien sind