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1 (1818)
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den. — Eine »cur Erscheinung ist die Ucbertragungepischer Ritter- Romane in Prosa; so wurden aus fran-zösischen Urschristen übersetzt „Pontus und Sidonia"l>4(>41, eine den alteren verwandte Rittergeschichte ausdem von Arabern beherrschten Spanien (Augsb.2498. Fol.;Straßb.iSog. 4. u-ost) und „Tristan und Jsalde" (Augsb.149g. F.), ganz unabhängig von Gottfried's vonStraßburg Gedicht. So bearbeitete Ulrich Furt-ner die Sagen der Tafelrunde (1468) und des heiligenGral s >4731 prosaisch; so erschienen Wigolais (1472;Straßb. 1519. 4»), Malagis und die vier Haimonskin-dcr; Melusine aus dem französischen verteutscht vonThuring von Ringolfinge aus Bern (1470?Augsb. 2477; Hcidelb. 1490.) ; Florio und Bianceffora(1499) und viele andere; auch war die prosaische Ge-schichte Alexanders des Großen in Umlauf. Als eine derergiebigsten Fundgruben für Erzähler und Novellistenstanden die schon früher benutzten Geschichten der Römerin großem Ansehen; sie wurden verteutscht (-474; Augsb.2489. Fol. u. oft) und mit erbaulichen Nutzanwendungenbegleitet; aus ihnen ging das beliebte Volksbuch „vonden sieben weisen Meistern" hervor, welche durch ihreGleichnisse den Kaiser Pontianus zu milderen Gesinnun-gen gegen seinen Sohn brachten ; es enthält Spruchweis-heit, Anekdoten, Fabeln und Schwäuke, deren Keime aufdem fruchtbaren tcutschen Boden mehre Menschenaltcrreichlich gewuchert haben. Zum Theile in ihnen ange-deutet waren die Urbestandtheile des wundersam herrli-chen „Fortunatus", wahrscheinlich eines englischen Volks-romans (1440?), welcher mit Recht Jahrhunderte lang(Straßb. >609. 4. sehr oft) Liebling der teutschen Lese-welt geblieben und in Tieck's meisterhafter Umarbeitung