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1 (1818)
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Der üppigste Ucbcrstuß dieses Litteratur-ZcitaltcrsHestedt in Erzählungen und Romanen; und es kann dar-aus mit Sicherheit gefolgert werden, wie ausgebreitetdamals die Lesewclt in unserem Vatcrlande gewesen ist,welche Richtung Geist und Einbildungskraft derselbengenommen haben und welche Stoffe theils bewahrt, thcilsaufgenommen und hcrbcygcschaft worden sind. Die langeverabsäumten epischen Ritter-Romane wurden hervor-gesucht; W. v. Eschcubach's Par.ifal und Titurelwurden gedruckt (Augsb. b. Zainer 1477. F.), späterhin(Straßburg «Zag. F.) daS Heldcnbuch, das epische Liedvon Dicterich von Bern uud Hildebrant (Heidelb.1490.F.)Caspar von der Rocu »472Z überarbeitete mehrederselben neu - metrisch. In diesem altritterlichen Styleverfaßte Hermann von Sasscnheim fst. 14Z8Z seineallcgorisirend- abenthcuerlichc Erzählung „dieMvriu"(Straßb. »Z>2. F.) , welche in Einzelnem gelungenemalerische Darstellungen und Schönheiten der Sprachehat und durch strafende Seiteublicke auf Unarten der Geist-lichkeit, auf Misbräuchc und Gebrechen des Zeitaltersgeschichtlich anzieht. In Umlauf blieben die schon frühervom Büheler bearbeiteten „Abentheuer einer Königs-tochter in Frankreich", auf welchem Stamme auch dieGeschichten von der „geduldigen Helena, des KaisersAutoui Tochter", von „Hirlauda, der Herzogin vonBritannien", und von der milden frommen „Magelona"erwachsen sind; und geistige Verwandtschaft des Tonesläßt sich in den volksthümlichereu Erzählungen von über-müthigen Königen und wilden Rittern, welche im Fege-feuer gepeinigt und gebessert werden, nicht verkennen,wenn ihnen gleich bürgerliche Ansichten von misbilligberWaffengewalt und Machttrnnkcnheit beygcmischt wer-