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1 (1818)
Entstehung
Seite
137
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erbaulichen Betrachtungen und frommen Spielcreren,thcils enthalten sie allegorische Schilderungen und Ermah-nungen, theils stellen sie Ergebnisse gelehrter oder zünfti-ger Beobachtungen dar, z.B. die Edelsteine und derenHeilkräfte, die Physiognomik, GcsuudheitSvorschriftcnu. dgl. ; mögen sie auch zur Ergründung einiger herr-schender Borstellungen, für die Geschichte einzelner wissen-schaftlicher Kenntnisse und für Sprachforschung Diensteleisten; ihr Kunstwerth ist gering. In Ansehung desleztcren stehen die rein geschichtlichen Rcimcreycn mitihnen auf gleicher Stufe; aber sie werden durch ihrenStoff gehoben und bezeichnen anschaulich den Aulheil,welchen das Volk au Ereignissen seines Zeitalters nahm.So spricht sich in Hans Roseuplüt's Reimen vondem Siege der Stadt Nürnberg über die sie bedrohendenGroßen IftsiScft, so in dem niedersachsischeu Neimgedichtevon der Seester Fehde »si6o?s, in Hans ErhardTusch Beschreibung der lezten gewaltthatigcn Unterneh-mungen des burgundischcn Herzogs, Carl's des Kühnenund seines Todes (Straßb. 1477. Fol.), welcher vonMehren besungen wurde, in des Luzcrner SchreibersNicolaus Schradin Rcimchronik von dem Kampfeder Schweiz gegen Marimitian und den SchwalnschcnBund si..», und in manchen anderen gleichzettigenhistorischen Gelegenheitsgedichten, bürgerliches Hochge-fühl, mannhafter Freyhcitssinn, und biederer Jubel iwermislungcne Unterdrückungsanschlage und gerettete Selbst-ständigkeit unzweydeutig aus. Mehre solche Zcitgedichtebeurkunden die Ansichten, welche von allgemeinen Angele-genheiten und außerordentlichen Borfällen, von Zerrüt-tung des Reichsregiments, vom Bundschuh, von ^ uoen-verfolgung, von Herercy und Zanbcrcy u.ft w. in Umlauf