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druckt und von Sachverständigen nach Verdienst gewür-digt worden. So haben wir Johann Riedcscl'slst. nach i34iz schätzbare Hessische Chronik in einem ziem-lich ausführlichen Auszuge Wigand Gerste nber-ger's lst. 1622z, welchen F. Ch. Schmincke (in denHess. Monumenten B. 1 und 2.) bekannt gemacht hat;Jacob Twinger's von Königshofen (lebte i386z,eines Straßburger Geistlichen, Elsaßisches Zeitbuch(gedr. zu Augsburg 0. I. und 1476. F.; herausgegebenmit Anmerkungen von I. Schilter. Straßb. 1698. 4.)ist zur Kenntniß der Sitten und Lebensweise von bedeu-tendem Gehalte; ausgezeichneten Werth hat des Schrei-bcr's Johann Gensbein lst. nach 1402z Chronik derStadt und der Herren von Limburg an der Lahn, fortge-setzt (bis -461) von Georg und Adam Emmel; sieist mehrmalen (Nnrnb. 1617; Heidclb. 1619; Wetzlar2720; -747) gedruckt und dennoch selten; anderer Ge-schichtsbücher in teutscher Sprache nicht zu gedenken.Mehr als dieses alles wirkte auf des Volkes Gesinnungund sittliche Betrachtungsweise ein herrlicher Mann, zuseiner Zeit einziges und unerreichtes Muster gründlicherund gemeinfaßlicher Belehrung über die heiligsten Angele-genheiten des menschlichen Gemüths. Johann Tam-il er lst. d. i6Junius i36iz, Dominikaner zu Straßburg,durchdrungen von ächter Frömmigkeit, wie sie aus derTiefe des in Sslbstbetrachtung erstarkenden Gemüthsfrey und allmachtig waltend über Leben und Streben er-wächst, versuchte, das Volk zu dem zu erziehen und fürdas zu gewinnen, was als ausschließliches Eigeuthumdes gelehrten Standes bisher gegolten hatte, die Laien-welt zu ertüchtigen zum sittlichen Selbstdenken über Got-tesfurcht, damit sie entfesselt vom Zwange gedankenloser