Druckschrift 
1 (1818)
Entstehung
Seite
73
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bat; das andere, zweymal handschriftlich in München,der starke Rcnnewart überschrieben, schildert sein spate-res Leben und Möuchthum. Jenes soll, nach Docen'sVermuthung Ulrich v o n d er Tn r l i n, dieses Ulri chvon Türh eim, oder T ü rkhci m, anch T n r h e m in ergenannt, dem gewöhnlich beide Werke beygclegt werden,nach dem Französischen des Gnillaumc Papaume,verfaßt haben; so daß das Ganze ans drey Theilen be-steht, wovon sich die beste Handschrift, -807 nach Parisentführet, jezt hoffentlich wieder in der Büchercy zu Wol-fenbüttel befindet. Von den beiden ersten hat W. I. C.G. Caspar so n aus einer schönen Cassclcr Handschrifteinen wenig genügenden Abdruck (Cassel 1781-4784, 2 Tb.4.) besorgt. Ein anderes, in denselben Sagenkreis eingrei-fendes Rittergedicht Wolfram's, Gottfried von Bouil-lon oder von Brabant, der Abkömmling Wilhelm's,Ogicr'S und der Fee Morgane, befindet sich handschrift-lich in Wien; so wie überhaupt mehre seiner Arbeiten uu-gcdruckt vorhanden scyn mögen und noch aufgefundenwerden dürften. Die höchste romantisch-epische Begeiste-rung Wolfram's offenbaret sich in seinen Darstel-lungen aus dem Sagenkreise von der Tafelrunde und vomheiligen Gral. Wir besitzen derselben drey, welche einGanzes bilden. Die erste umfasset, nach Guy 0 ts Ur-schrift, die Abentheuer des Pareffal, Gahmurct's Sohn,welcher den Gral erwarb; die zweyte vollendetste, Titu-rel, ist frcy von aller geschichtlicher Fessel bearbeitet;sie kann als Inbegriff der gesummten Kunst und Wissen-schaft des geistig rcifesten Ritterthums betrachtet wer-den, hat eine unermeßliche Bilderfüllc und tief mystisch-allegorische Bedeutung. Daß mehre dunkle Sinnbilderdarin auf untergegangene Geheimnißc der Tempclher-