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1 (1818)
Entstehung
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so gestallet sich am Schlüsse aus den wundersamsten Ncr»flechtuligeu lyrisch - epische Einheit. Sprache und Tonwechseln oft; die crsterc hat in einzelnen Stellen bedeu-tende Schwierigkeiten; schlichter Erzählungsstyl waltetvor; doch erhebet er sich nicht selten in Schildereicn undBetrachtungen zn begeisterter Wärme. Christlichkeit derDarstellung und Mannigfaltigkeit des Wissens rechtfertiggen die Vcrmnthung, daß ein gelehrter Geistlicher Urhe-ber dieses Werkes gewesen sep; zugleich aber gehet ansdem Ganzen eine dichterische Verschmelzung des, wenig-stens in höheren Ständen aufstrebenden Volksgeistes mitkirchlich - wissenschaftlicher Bildung hervor. Zu ähnlicherBemerkung geben einige Loblieder zu Ehren der JungfrauMaria, welche der ersten Hälfte des zwölften Jahrhun-derts angehören, Veranlassung; sie sind nicht ohne dich-terische Schönheit in einzelnen Gefühlen und Wendungen,wenn gleich reicher an Ergebnissen für Sprachforschungals für Vcranschanlichung des tentschen Kunst- und Gei-stes-Lebens. Den Lobgesang auf Anno entdeckte Mar-tin Opitz in der Rehdiger'schen Büchcrey zu Breslau,aus welcher sich die Handschrift auf nnerklärbare Weiseverlohrcn hat; er gab (-bZg) ihn mit reichhaltigen An-merkungen heraus; in der Schweizer Ausgabe der Opitz'-schcn Werke ist dieser Abdruck berichtigt wiedcrhohlt.Eine neue besondere Ausgabe hat G. A. F. Goldmannt>8l6) besorgt und eine andere wird von C. Besse ldterwartet.