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1 (1818)
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den, sollen die Schilder vor den Mund gehalten wordenseyn. Die Tentschen bewahrten Helden - Erinnerungenin Stammliedcrn; und mit des Volkes frommer Dank-barkeit gegen der Väter Verdienst ist unvereinbar, daßältere von jüngeren verdrängt worden wären. So istHermann's Nachruhm gefeiert worden, wie Tacitusausdrücklich berichtet. In der Folge mögen einige solcherHeldensagen nach Gemeinsamkeit der Wichtigkeit ausge»wählt und in Gebrauch erhalten, auch wohl nach Bc-stimmungsgründen der Oertlichkeit, des Familien» undStamm-Ansehens vorgezogen und sorgsamer als anderefortgepflanzt worden seyn. So erkläret sich die Erhal-tung wundersamer Gestalten und Thatenbilder im hohenNorden, mancher dem sächsischen Volke eigcnthümlicherRiesen- und Gcistergeschichten, und der Burgunder-Sagen und Uebcrlicfcrungen von Attila in dem zunächstdabey betheiligten südlichen Teutschland. Je mehr dasUcbergewicht der durch Waffenglück begünstigten, mächti-gen Anführer-Familien zunahm, desto ausschließlichermag der Besitz solcher Sagcnschätze ihnen zugekommenund oft mit ihnen in die Fremde gewandert seyn; Fa-milienstolz und die der Ueberlcgenheit eigene Vorliebe fürWunderbares der untergegangenen Heldenwelt lehrte sieWerth halten. Unter dem Volke scheinen nur abgerisseneBruchstücke, von meist mehr lyrisch- dramatischer alsepischer Natur, uralte Erbstücke in das Leben verfloch-ten, fortgedauert und durch Namenentstellungen, Ver-wechselungen, Vermischungen, manche nicht vortheilhafteVeränderungen erlitten zu haben, bis sie von höher ge-bildeten Geschlechtern aus dem bunten Gcwühle heraus-gehoben, oft mit dem reiner erhaltenen Sagenstock ver-bunden, so gerettet, in pflegende Obhut genommen und