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Tertcö. Für rechtes Verstehen und bequemeren Genußsind Sprachlehren und Wörterbücher über einzelne Zeit-alter und Landesstriche erfodcrlich. Von vielen Bilder -und Sagenkreisen, ihrem Ursprünge, ihrer Ausschmückungund Verschmelzung mit anderen sind unsere Vorstellungennoch zu schwankend und unsicher. Auch über einzelneSchriftsteller und Schriftwerke bedürfen wir vollständi-gerer urkundlicher Erörterung und eines die Wißbegiermehr zufrieden stellenden Aufschlusses. Aber die Erwar-tung vollkommnener Stoffs-Masse darf uns nicht abhalten,das Vorhandene haushälterisch zu benutzen und uns selbstfür Thcilnahme und Genuß einer reicheren Zukunft vor-zubereiten. Ist doch alles Leben in Wissenschaft und Kunstzu unbcgränztcm Fortschreiten berufen und bestimmt.
Die Feststellung der Abtheilungen einer Geschichtedes teutschen Kunstlebens in Sprache und Schrift läßtkeine Willluhr zu, sondern wird durch Thatsachcn un-zweydcutig geboten. Der Vorwelt Dunkel kann durchVcrmuthungen und Folgerungen ans wenigen, meist nn?sicheren Fingerzeigen kaum etwas aufgehellt und zu ein-leitenden Andeutungen benutzt werden, welchen von kunst-loser Beziehung auf jüngere Zustände und Ereignisse einigeBedeutsamkeit mehr zuwachst, wenn diese nicht dem Ver-suche schon eigen wäre, über den Ur-Anfang des vater-ländischen Geistes-Lebens nachzudenken und nicht Un-wahrscheinliches aufzufinden. Der erste geschichtlicheAbschnitt beginnt mit Earl's des Großen Zeitalter unddessen Bestrebungen und Nachwirkungen. Im zwcytenentfaltet sich die Rittcrzeit. Der dritte ist dem Meister-gesang und der aus diesem hervorquellenden, sich bürger-lich frey und kräftig ankündigenden Denkart und Kunst-nbnng des teutschen Volkes gewidmet. Als diese viel-