Druckschrift 
1 (1818)
Entstehung
Seite
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ist. Allerdings soll vieles davon als Endergebniß unsererBetrachtungen sich selbst entwickeln und als gültig erwei-sen ; aber vielfache Misverständniße werden verhütet;eine Grundlage, wie sie für unseren Bau noth thut,wird gewonnen; es ersparet Zeit und sonst unerläßlicheErklärungen und Rechtfertigungen; es führet schnellerzum Ziele, wenn schon jczt die Ansicht ausgesprochenwird, welche im ganzen ferneren Handeln vorwaltet.

Es kömmt uns auf zwcy Vorbcgriffe und Grundan-sichte» an, uehmlich die von Volksthum und von dem,diesem entsprechenden unterscheidenden Wesen der Sprache,Schrift und Kunst, ihrer Erzengniße und Denkmäler,oder von National - Litteratur. Muß hierüber einigesim allgemeinen bemerkt werden, so bleiben wir dochzunächst bcy dem stehen, was von Teutschland gilt.

Der Staat ist und wird Etwas durch das Volk, dasihn bildet. Darüber darf in unseren Tagen nicht wohlgestritten werden, ob der Staat etwas mehr seyn soll,als Bequemlichkeit^- oder Versorgungs - Anstalt; waser mehr ist, als dieses, das wird und ist er durch dasVolk. Dieses halten nicht blos gemeinschaftliche Abstam-mullg und Heimathlichkeit, Sprache, Sitte und Herkömm-iichkcit zusammen; sondern Hey höchst verschiedenartigenErmäßigungen des äusseren Zustandes, der Beschäftigun-gen, der Einsichten und Fertigkeiten, der Anstrengungenund Gcnüße, begegnet es sich in ursprünglich verwand«ten Vorstellungen und Bildern von Lust und Schmerz, inWünschen und Besorgnißen, in Hofnnngen undtFode-rnngen, in Abneigungen und Weigerungen; es bewegetsich mit fast gleichmäßiger Liebe nnd Theilnahme in einem,ihm eigenthümlichcn Kreise der Vergangenheit und Zu-kunft; theils in dunklerem Gefühle, theils mit bcllerer