Druckschrift 
1 (1818)
Entstehung
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eben so mühsame als unfruchtbare Verweilen bey verein-zelten Gegenständen und Untersuchungen, welche imglücklichsten Falle den Reiz der Neuheit in sich tragen.Für das, wessen die achtbare Gcsammtheit des tcutschenVolkes bedarf und empfänglich ist, wird durch eine, derMehrheit fast unverständliche Prnnkerey mit der Herrlich-keit unserer Sprache und unseres schriftstellerischen Neich-thnms wenig oder gar nicht gesorgt; kaum vermag sieetwas weiter, als unbesonnenen, schlaffen, kalten Ueber-muth auf todte Schätze zu erzeugen. Und um nichtsmehr wird das geistige und sittlich-wissenschaftliche Ge-meinwohl durch Eröfnung einer ästhetischen Vor- undHülfsschule gefördert. Klagen und Spott, Vorwürfeund Rügen verhallen wirklos an Unkunde, Gleichgültig-keit, meist unverschuldetem Vorurthcil; nur allzu Vieleermangeln zwar nicht des Sinnes für das Bessere, aberwohl der ihn anregenden und ausbildenden Erfahrung.Nur ein kleiner Kreis unserer Lesewelt mag an Vergleichungdes vaterländischen Littcraturwcsens mit dem des classi-schen Altcrthums Behagen finden; denn sie setzet Einsich-ten, Forschungen und Ucbnngcn voraus, deren sich wenigerühmen können; und von diesen pflegen eben nicht Vielegeneigt oder tüchtig zu scyn, zwischen ihrer Gelehrsam-keit und der Sorge für allgemeinere Bildung des vater-ländischen Volkes eine lebendige Wechselwirkung eintre-ten zu lassen; oder sie gehen dabey von ganz anderen Ge-sichtspnncten aus und arbeiten auf fremdartige Zweckehin. Endlich aus denselben Gründen und weil nur einigeverzogene und verbildete Vornehme geringen Gewinndavon haben dürften, lohnt es der Mühe kaum und wärefast als undankbare Anstrengung zu erachten, wenn wirdie Geringschätzung bestreiten, womit hochgebildete Aus-