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in Fessel gelegt, als er befohlen, daß alle jahrlichzu seinem Tempel dreymal wallfahrten sollten,und das sey wahrlich zu viel. Zwar habe Moses inder Wüste so etwas erklaret , daß man dreymal imJahr Fest halten sollte, aber das könne sich dochnicht überall schicken. Daher behielt er nur Einsder g Feste, und setzte Vis einen Monat später,als das Laubhüttenfcst zu Jerusalem war, nämlichauf den i?. Tag des 8tcn Monaths: denn etwasmußte er doch beybehalten. Und dann wollte er dieLeute dadurch von Jerusalem abziehen, und zuseinen Kälbern hinlocken. Also wars darauf an.gelegt, ganz Israel und Juda durch ein - neu ge-machte Religion zu verführen, und somit das Volkvom wahren Gottesdienst, und zugleich vom Kö-nig aus Davids Hause abspänstig zu machen. In-dessen vis mislang ihm, und es hieß: Juda. hältnoch fest an seinem Gott, und ist getreu bey seinenHeiligen'. Hos. 12, i. Vergl. Jos. 24, ry.
Und so sieht man an diesem Bcyfpiel, was eigen-williger Gottesdienst ist, und wie das Verderbenin der Religion eben dadurch entsteht, wenn manan den Einsetzungen Gottes klügeln, und ihn mei-stern will. Wir sollen nicht weiser seyn denn Gott.
Bey dieser Gelegenheit will ich uns der Aehn-lichkeit willen auch etwas von dem göldnen Kalbe
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