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1,1 (1803)
Seite
222
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Aarons sagen, das er gemacht, und welches demVolk Israel so verderblich ward. Die Sünde oderdas Vergehen Aarons, die man zwar nicht ver-kleinern , aber doch nach Wahrheit vorstellen soll,bestand darin, daß er sich durch Drohungen undTodesfurcht bewegen ließ, so ein Bildniß und Em-blem der Gottheit zu machen, die Israel aus Ae-gypten geführt hatte. Aaron wollte dis anfangsnicht, sondern ließ sich dazu *) zwingen, so daßer endlich einwilligte. Nun that er eine Forde-rung, wovon er gar nicht glaubte, daß man sieerfüllen würde; man sollte ihm zu so einem Bildedie göldne Geschmeide und Ohrgehänge hergeben.Indessen 6i6wm knebnm, man gab sie gleich her,und nun mußte er auch Wort halten, sie einschmel-zen, und ihnen ein Bild daraus gießen. Oderlieber, wie Bochart glaubt, er band die Geschmei-de zusammen in einen Beutel (UIN, s. 2K011.2z.) und ließ hernach ein Kalb daraus ma-chen. Dis würde wenigstens in etwa seine Schuldverringern. Als nun das Ding fertig war, wiees die Leute begehrt, die in Aegypten dergleichengesehen hatten, s. 2 Mos. 8, 26. rief der unge-stüme

'Indessen muß man lieber sterben, als sieb zwingenlassen, >0 etwas zu machen, oder anzubethen, wasMenschen gemawt haben. Die drey Männer zu Babelhandelten anders.

**) Machen beifit bekanntlich machen lassen, 2 Mos.Z4, 4. Es ward aber Aaron billig dasür angesehen.