165
zeugt hatte, denn es kam auf einen Sohn an.Und da glaubte der fromme Mann die zweyte ihmgeben zu müssen, weil die gottlofe Athalja allenköniglichen Saamen in Juda bis auf den einzigenIoas umgebracht hatte. Denn dieser mannlicheStamm mußte doch wegen'der Verheissung Da-vids von der fortwährenden Königslinic, und auchwegen der Verhcissung des Messias perenniren.Es war also in so weit hier der nämliche Fall wiebey Abraham, der die Verhcissung eines Sohnshatte, und ihn doch nach dem natürlichen Lauf vonder Sara nicht mehr erwarten konnte. Sagte manaber auch, Jojada habe, wie bey frommen Leutenmehrmals der Fall ist, hier etwas Menschliches ansich kommen lassen, so würde doch seine Handlungden Sinn des göttlichen Gesetzes nicht aufheben,den ich ihm nach den dürren Worten des Textesgeben muß. Hatte ja selbst ein Nathan, der Pro-phet, dem David einst aus menschlicher Schwach-heit, und weil er Gott nicht gefraget hatte, zumTempclbau gerathen, welches er hernach auf Got-tes Geheiß wieder aufkündigen mußte. Fehlenist menschlich.
Wenn also Gott dem König, der in Zukunftkommen würde, befiehlt, nicht viele Weib er zunehmen, oder die Weiber nicht zu vermeh
ren,