desstrafe verbothen hatte, und seine (Gottes)Handlungen uns doch immer sollen Muster seyn.Wäre Isaak ein Taugenichts gewesen, so schienenur in diesem Falle der Befehl ihn zu tödtenrechtmäßig zu seyn, und in dem Fall würde Abra-ham, wie der Römer Brutus, und wie das spä-tere Gesetz ? Mos. 21, 18 — 21. will, gehandelthaben. Aber hier war alles das Gegentheil. Disist der so fest zugcschlungene Knote, nun wollenwir die Auflösung versuchen.
Wenn Gott, wie ich denke, im Bilde demAbraham, seinem Herzensfreund, seinc(Gottes)unbegreifliche Liebe zeigen wollte, die er in Da-hingebunz seines Sohns, des *) Eingelicbten,des Auscrwahlten, an dem seine Seele Gefallenhatte, in der späten Zukunft den Menschen erwies;so war dis gewiß ein würdiger und Gott geziemen-der Zweck. Ein Zweck, den er seinem Herzens-freund nachher entdeckt, und ihn so von seinemewigen Rathe näher belehret hat. So ginge denndis, wie alle Plane Gottes, in die ferne Zu-kunft, und er kettete die Lehre des N. T. von derVersöhnung durch den Tod Jesu an die Offenba-rung des A. T. an. Ja wir lernten hieraus be-sonders
Auch Jesus war wie Zsaac der Erbe der Verheißung,Hebr. 1, 2—4. und dock schnüre Gvtc seinnicht. O Abgrund der Weisheit!