Es war daher der elendeste Einfall von derWelt, der gewiß von keiner Kenntniß zeugte, wiesie ein Theolog haben soll, wann einer vor drcy-ßig Jahren die einzige Weissagung des N. T. die^ ibc.hrung Johannis durch sein Ansehen undKlugeley als mit einem Federstrich vernichtenwollte: da er noch obendrein gestand, daß er sienie studirt hatte noch auch studircn und lesen wollte.Welch Betragen eines Gelehrten!! Doch GottLob! diese Zeiten sind vorüber, und man denktjetzt anders. Wir wollen das vergessen und nurauf unsern Weg merken, weil wir wissen und be-weisen können, daß das Buch eine göttlicheWeissagung ist.
Aber nun ist ein anders Elend entstanden, undman muß mit Wehmuth beklagen, daß man (wieeinst die Propheten Seher hiesscn) in unscrn Ta-gen alles aus der Weissagung vorher sehen undverkündigen will. Da doch, wie der Ritter Neu-tvn schön sagt, die Weissagung nur die Allwis-senheit Gottes und nicht die der Ausleger zeigensoll. Was diese Leute mit ihren übereilten und,unüberlegten Deutungen der Bibel schaden, kannnicht genug beklagt werden. So manches Stückerschien, bcy dessen Anblick ich dachte: VerküiHdigts nicht zu Gath, sagts nicht an zu Askalon,daß sich nicht freuen die Töchter (und Söhne) der
Phili-