Druckschrift 
Theil 3 (1837)
Entstehung
Seite
271
Einzelbild herunterladen
 

271

vieler beschwerlicher und verschiedenartiger Tugendenbisweilen nachließen, so glaube ich doch nicht, fahreder nämliche Schriftsteller fort, »daß es, trotz dieserWirkung der menschlichen Schwäche, unter allen krie-gerischen Orden, die in den verschiedenen Ländern derChristenheit verbreitet waren, einen gegeben hat, derdie Reinheit der Sitten, die Uneigennützigkeit und dieUnerschrockenheit in den größten Gefahren so langebewahrt hätte, bey dem diese Tugenden so lange geehrtworden wären, und wo der Luxus und die Liebe zuReichthum und Vergnügen so spät Eingang gefundenhätten.« *)

Wenn trotz der Entartung der Sitten und der Ver-kehrtheit der Lehren, welche der Welt Verderben brin-gen, der Glaube, den Malta vom heiligen Paulusempfangen, sich so lebendig und rein erhalten hat, wennman dort noch zahlreiche und herrliche Kirchen, be-wunderungswürdige Anstalten der christlichen Liebe,große und herrliche Gebäude sieht, die öffentlich sindoder Privatpersonen angehören, wenn die nämlicheErdschicht, die den Felsen bedeckt, endlich den Anstren-gungen des Ackerbaues nachgab, köstliche Früchte inMenge hervorbringt, und die Arbeiten des Kunstfleißesunterstützt, wenn die ganze Insel mit ihren Maga-zinen, Arsenalen, mit allen Einrichtungen, die zu einerfurchtbaren Marine gehören, mit vortrefflichen Häfen,durch Befestigungen verthcidigt ist, die sie auf keine

*) Geschichte von Malta, von Vertot. Th.