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Fünfzigster Brief.
Kairo dm ts. Februar tS-i,
Allem Anscheine nach, mein lieber Karl! werdeich nur noch einige Tage in Cairo bleiben. Die Wit-terung ist besser geworden, meine Reisevorbereitungensind beynahe vollendet, und wenn meinem Vorhabenkein Hinderniß entgegen tritt, so werde ich nächstensmeine Reise antreten. Bis dahin kehre ich zu Ihnenzurück, indem ich in der Erzählung dessen, was meineWißbegierde interressirt hat, und wie ich glaube, auchder Ihrigen würdig ist, fortfahre.
Seit meinem letzten Briefe waren meine Haupt-ousflüge zur Citadelle, wo der Pascha residirt, undzum Grabe Klebers gerichtet.
Die Citadelle nordöstlich von Groß-Cairo gelegen,heißt hier El-Kala. Sic ist das Werk des großenSaladin, der sie zu der Zeit erbaute, wo er die Herr-schaft über Egypten den fatimitischen Kalifen entriß. Sieerhebt sich auf einem Felsen, der einen Theil des Mo-katam ausmacht, dessen Verlängerung er ist. Ihrehohen Mauern sind in geringer Entfernung von Häu-sern umgeben, die größtentheils in Ruinen verfallensind. Wenn man von der Stadt dahin geht, findetman beym Eingange einen großen Platz, dessen Bodender Felsen selbst ist. Das Thor auf dieser Seite be-steht aus zwey Ungeheuern mit Eisen beschlagenenFlügeln, und wird von zwey Thürmen bestrichen, deren